Sonntag, 9. August 2015

Leichtathletik - Sport

Eigentlich müsste ich jetzt lernen, aber ich habe einfach keine Lust, keine Motivation. Ich hab einen absoluten Durchhänger, bin so müde und kann mich nicht mehr Konzentrieren. Und da dachte ich, ich verfasse mal wieder einen Post zu einem bestimmten Thema. Dem Sport.
Sport wird in meiner Familie schon immer groß geschrieben, mit bis 3 beim Mutter-Kind-Turnen, ab 3 allein beim Kinderturnen, ab 6 bei der Kinderleichtathletik und Tennis nebenbei. Tennis gab ich recht schnell auf, ich war nicht gut und hatte keine Freude daran. Ich Leichtathletik hingegen war ich umso besser. Durch mein schnelles Wachstum war ich extrem gut. Bayernweit sogar. Ich war schnell und habe bis heute eine enorme Sprungkraft. Muskeln lassen sich bei mir schnell aufbauen, und bleiben dann auch relativ lang. Aber der 4. Klasse wurde das Training also auf zwei bis vier mal pro Woche hochgeschraubt. Jedes Wochenende Wettkämpfe. Im Herbst und Frühling Aufbautraining. Meine Disziplinen waren der 75m bzw. später der 100m Sprint, Weitsprung, und der Blockwettkampf (Mehrkampf). Ich liebte und hasste diesen Sport irgendwie gleichzeitig. Zumindest dachte ich es damals. Irgendwann wuchs ich nicht mehr und nahm zu, so in der siebten Klasse oder sowas war das glaub ich. Ich wurde nicht mehr so viel besser wie früher. Und der Spaß wurde von Tag zu Tag weniger. Ich wollte einfach nicht mehr. Es gab so oft Kämpf (also verbale, nicht dass das falsch verstanden wird) zwischen meinen Eltern und mir wenn es ums Training ging,  oft endeten diese in Tränen. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt keine Lust mehr. Nach der zehnten Klasse hörte ich auf. Ich war immer noch gut. Weitsprung war meine Disziplin. Ich sprach über 5m und hatte hier gute Entwicklungschancen. Aber ich wollte nicht mehr, wie schon gesagt. Und mit dieser Entscheidung viel Sport für mich lange flach. Ab und zu mal joggen, mehr nicht. Es war wie eine Entziehungskur.
 
Ich liebe ihn heut noch - diesen Geruch der Bahn...
und besonders die damit zusammenhängenden Erinnerungen...
 
Mit dem Beginn meines Studiums im Herbst 2011 sollte es sich ändern. Ich spielte öfter mit dem Gedanken, Sport als Hauptfach zu nehmen. Traute mir es aber nicht zu, traute mir den Aufnahmetest nicht zu und versuchte es nicht einmal. Als Didaktikfach nahm ich es aber, wenn auch mit viel Respekt und Unsicherheit. Die Sportkurse an der Uni waren toll, das Üben und Trainieren machte so Spaß, meine Noten waren nur gut und sehr gut. Meine Examen in Sport absolvierte ich mit 1,4. Die Freude am Sport kehrte zurück, nach mehreren Jahren. Ich bereute es schnell, dass ich mich nicht getraut habe, den Test zumindest zu probieren, denn ich bin mir sicher, ich hätte viel Freude an diesem Hauptfach gehabt. Auch wenn Deutsch jetzt auch nicht gerade schlecht ist und ich auch hier wirklich gut bin (bzw. gehe ich mit einem tollen Schnitt jetzt ins Examen).
2013 kam ich mit meinem jetzigen Freund zusammen. Er brachte mich wieder in den Freizeitsport. Ich war ab und zu mit ihm Radfahren, Schwimmen, Joggen. Und fand auch hier den Spaß wieder. Im Winter waren wir regelmäßig Langlaufen. Das Schwitzen und Auspowern tut mir wieder so gut. Das Letzte aus sich herausholen bis es nicht mehr geht. Ich merke erst jetzt, wie sehr es mir gefehlt hat. Dieses Jahr bin ich schon bei ein paar Läufen mitgelaufen. Es war jedesmal so toll, so eine wunderbare Atmosphäre.
Und doch vermisse ich die Leichtathletik heute mehr denn je. Bereue es so aufgehört zu haben. Ich wäre nie wirklich gut gewesen. Aber das ist doch egal. Das Drumherum hat es ausgemacht. Doch diese Chance damals habe ich verpasst, ich hatte sie und habe sie nicht genutzt. Ich habe dieses Tief nicht überwunden, sondern aufgegeben. Hätte ich das doch einfach nicht gemacht. Rückblickend wäre es besser gewesen.
Wahrscheinlich ist das der Grund, warum ich mich seit einem Jahr etwas an das Joggen und die Ausdauer klammre. Es ist nicht meine Stärke, das ist der Weitsprung. Aber es ist etwas, was ich zu Hause alleine trainieren kann und wo ich mich für mich alleine bei Läufen anmelden kann. Und das ist es, was ich so toll finde und was mir so viel Spaß bereitet :)
 
 
 


Sonntag, 2. August 2015

Sommer, Sonne ... Staatsexamen

Na ihr Lieben, ich hoffe es geht euch allen gut und ihr genießt den Sommer?
Hier bei mir im tiefsten Niederbayern ist der Sommer das erste mal seit vier Jahren so richtig da. Und das natürlich wenn ich 7 Tage die Woche für 10 Stunden am Tag in der Unibib sitzt und lern... Das ist einfach so typisch. Ist es im Rest Deutschlands auch so herrlich (wobei, ist diese Hitze wirklich so herrlich?!)? Ich weiß ja, dass es hier oft anders ist als sonst überall, wir sind schließlich so ein raushängender Zipfel der nirgends so richtig dazugehört. Aber so schön ist es hier. Ich will eigentlich gar nicht so wirklich wegziehen. Aber zum 1.11. wird es wohl soweit sein, mein Zimmer in der WG ist schließlich schon vermietet. Es war hier wohl mit das schönste Semester meines Studiums, dieses letzte, dieses achte. Wahrscheinlich, weil ich so wenig nach Hause gefahren bin. Ich habe es alles noch einmal so genossen. Ansonsten hab ich nichts weiter zu erzählen, wie gesagt, ich lern ja auch den ganzen lieben langen Tag nur.
Machts gut :) 

Samstag, 11. Juli 2015

Ich treulose Tomate...

Die treulose Tomate meldet sich also auch mal wieder... Wundern muss ich mich eigentlich nun wirklich nicht, dass sogut wie niemand meinen Blog hier liest. Schließlich passiert hier aktuell ja gerade auch überhaupt nichts. Das Problem ist aber auch einfach, dass bei mir nichts passiert. Absolut gar nichts. Ich lerne, esse und schlafe. So schaut meine Tagesgestaltung seit etwa zwei Monaten aus. Und ein Ende ist auch noch nicht in Sicht. Zum Glück, irgendwie. Mir wird doch jetzt schon ganz schlecht, wenn ich an den 24. August denke... Da geht's los mit der ersten Prüfung. Und das sind mittlerweile nur noch etwa sechs Wochen. Ich könnt heulen bei den Gedanken. Auf der einen Seite will ichs endlich weg haben, auf der anderen Seite will ich aber auch einfach nicht. Ich hab so Schiss, dass die Aufgaben blöd gestellt sind und ich nicht das gelernt hab was gefragt wird, was analysiert werden soll. Ich will doch einfach nur gut werden und mit einem guten Schnitt, mit einen Schnitt mit dem ich zufrieden bin ins Ref gehen... Wisst ihr, ich bin ein wirklich fleißiger und auch gewissenhafter Mensch. Aber noch nie wurde ich in einer schriftlichen Prüfung so richtig für meinen Preis belohnt. Noch nie hatte ich das nötige Wissen in mir und das letzte Fünkchen Glück auf meiner Seite um so richtig gut zu sein. Vielleicht ja diesmal, an der Reihe wäre ich wirklich mal... Ich wünsche es mir so sehr.
Ansonsten passiert bei mir wirklich nicht viel. Das Wetter ist natürlich sehr schlecht. Also schlecht wenn man lernen muss. Man will doch eigentlich nur an den See oder Eisessen. Und lernen ist bei den Temperaturen in den Räumen auch schwer und die Konzentration natürlich auch schlechter... Dafür ist man einfach immer etwas besser gelaunt, als bei Regenwetter :)
 
Letztes Wochenende war ich zu Hause, da bei uns in der Stadt ein Fest war. Da sieht man immer alle, oder viele, mit denen man Abi gemacht hat (und das ist ja schließlich auch schon vier Jahre her...). Es war auf jeden Fall wunderschön nach über einem Monat wieder mal nach Hause zu fahren. Das Wetter war für so ein Stadtfest auch perfekt - man hat bis zwei Uhr nachts nicht mal eine Jacke gebraucht und ich hatte nur ne kurze Hose, kurze Bluse und Sandalen an! Ich glaub das gabs noch nie.
Was ich dazu aber eigentlich sagen wollte. Ich hab dort auch kurz eine Freundin getroffen. Also nicht irgendeine. Sondern meine allerallerbeste Freundin aus der Schulzeit. Gerade ind er 10./11. Klasse waren wir unzertrennlich. Wie Zwillinge. Wir hatten nur uns beide und waren glücklich mit der Situation. In der 12. Klasse hatten wir uns dann gestritten aber auch wieder vertragen, aber seitdem war es nie wieder wie immer. Nach dem Abi haben wir uns etwas voneinander entfernt und auch weniger Kontakt. Abgebrochen ist er aber nie. Auf jeden Fall hatte sie letztes Jahr dann starke Depressionen (sie war psychisch schon immer anfällig). Wollte sich sogar umbringen und hat mehrere Therapien gemacht. Die auch gut bis sehr gut anschlugen. Letztes Wochenende hab ich sie dann also nach über 1 1/2 Jahren wieder gesehen und es war so komisch. Ich war irgendwie so enttäuscht. Ich hatte mir wahrscheinlich vorgestellt es wird wie früher. Klar ist das eine naive Vorstellung, damals waren wir 16, 17 und jetzt sind wir 22, fast 23. Aber trotzdem. Sie war so komplett anders, so überdreht. Ich hab schon überlegt ob das vielleicht an Medikamenten liegt. Dann hat sie ihren Dialekt fast verloren, hab ich mir zumindest eingebildet. Natürlich haben wir uns verändert, wir beide haben das. Vielleicht frag ich sie , ob wir uns mal ausgiebig treffen wollen. Nach meinen Prüfungen im Herbst, wenn ich dann wieder von hier weg ziehe. Ach ich weiß auch nicht.
 
Ich hoff auf jeden Fall, dass es euch allen gut geht und ihr den Sommer genießt :) (dieses Jahr scheint es ja wirklich mal ein richtiger Sommer zu werden!!!)
 
Dieses Bild hat mir mein Freund heute geschickt und mir damit den Tag versüßt ;)
 
 

Sonntag, 31. Mai 2015

Nichts Neues

Ihr Lieben, bei mir gibt es zur Zeit einfach nichts Neues. Ich lerne die ganze Zeit fleißig und schiebe jetzt auch schon regelmäßig Panik, dass ich das ganze bis Ende August, Anfang September nicht alles in meinen Kopf bekomme. Aber irgendwie muss das ja gehen. Hilft ja alles nichts und es haben schließlich auch schon viele vor mir geschafft.
Der Sport ist immer noch mein Ausgleich. Ich laufe eigentlich jeden zweiten Tag. Wobei ich jetzt eine Woche Zwangspause einlegen musste, weil mir an einem Zahn Schleimhaut entfernt wurde und das erst komplett abheilen muss. Letzte Woche sind beim Freund und ich nochmal bei einem Volkslauf bei uns in der Gegend mitgelaufen. Er die 14km (und hat die seeeeehr erfolgreich beendet, worauf ich furchtbar stolz bin :)) und ich die 7,2km. Mit 118 Höhenmeter!!! Ich hab mich auf der Strecke wirklich nicht gut gefühlt und kam mir eher wie eine Schnecke vor. Diese Höhenmeter hab ich auf meiner Runde  zu Hause einfach nicht und war das überhaupt nicht gewöhnt. Dementsprechend demotiviert war ich auf der Runde auch und habe verflucht, mich überhaupt angemeldet zu haben. Doch auf der Zielgeraden vielen mir dann regelrecht die Augen aus dem Kopf, als ich auf die Zeit geschaut habe. Denn ich habe für diese schon fast verhasste Strecke 36,30min gebraucht. Im Ziel ist die Schwester meines Freundes gleich auf mich zugestürmt gekommen und hat mir gesagt, dass ich fünftbeste Frau war. Und da war ich schon ziemlich stolz auf mich :) Ob ich nächstes Jahr wieder mitlaufe weiß ich aber trotzdem nicht. Denn schön ist die Strecke nicht. Das Gefühl im Ziel und allgemein die Atmosphäre bei diesem sehr kleinen Lauf jedoch phänomenal und wunderschön familiär :)
Machts gut :) 

Montag, 4. Mai 2015

Mehr als zufrieden :)

Das war er also gestern. Mein erster, größerer Volkslauf :) Und es war wirklich ein unglaubliches Erlebnis. Ich konnte mir alles gar nicht vorstellen, bei meinem 10,9km Lauf ca. 2500 Läufer und beim Halbmarathon ebenso. Dazu sicher nochmal 1000 Läufer bei einem kürzeren Lauf und den Kinderläufen. Ich wusste nicht, wie das organisatorisch zu stemmen ist (wie funktioniert das dann in Berlin oder so beim Marathon?!). Aber alles war wunderbar geregelt. Ich war sowas von überrascht. Die Startnummer haben wir schon am Vortag geholt, sodass wir ganz entspannt zum Lauf gehen konnten. Wobei entspannt etwas übertrieben ist, ich war sowas von aufgeregt! Ich hatte so Angst, Letzte zu werden, oder aufgeben zu müssen, Seitenstechen zu haben, und und und... Aber nichts von dem trat ein. Ich habe mir den Lauf genau richtig eingeteilt, bin verhalten losgelaufen. Gerade weil die Anstiege am Anfang kamen. Ich hatte nie schwere Beine, habe Hände abgeklatscht, mich über jeden am Rand gefreut, der uns zugejubelt hat (ich dachte nicht, dass bei dem Wetter SO viele Leute an der Strecke stehen). Ja, es hat einfach nur Spaß gemacht. Und das habe ich so nicht für möglich gehalten. Ich habe 1:00:01 für die 10,9km gebraucht. Für meinen ersten Lauf bin ich sehr zufrieden. Aber natürlich ärgert es mich etwas, dass ich nicht 2 Sekunden schneller war. Aber ich hatte keine Armbanduhr und die Uhr im Ziel konnte ich als Orientierung wegen brutto-nette auch nicht nehmen. Aber gut, dann muss ich eben das nächste Mal unter eine Stunde kommen - denn ein nächstes Mal wird es definitiv geben! Noch stolzer als die Zeit macht mich allerdings die Platzierung, irgendwas mit 900 bei ca. 2500 Teilnehmern, 137. Frau bei ca. 1100 Frauen, und 37 in meiner Altersklasse bei 200 oder so. Hätte mir das vor zwei Tagen jemand gesagt, ich hätte es niemals geglaubt. Und allein die Tatsache, dass ich noch schneller hätte laufen können, macht es umso wertvoller für mich. Ich konnte mich während des Rennens nur schwer einschätzen, weil ich noch nie so eine Entfernung im "Wettkampf" gelaufen bin. Ich werde beim Laufen bleiben, das ist sicher. Es ist so ein wunderbarer Ausgleich zur Uni, zum Examen, zum Lernen. Und irgendwie wurde gestern der Ehrgeiz in mir geweckt :)